Baugrundstück Wagner-Régeny-Allee für gewerbliche Nutzung in Berlin-Johannisthal

Objektdaten
ImmoNr*1000873-SJ GE6-3
PLZ*12487
Ort*Berlin - Johannisthal
Grundstücksgröße16.477 m²
Energieausweis
Bebaubar nachB Plan
ErschliessungErschlossen
Bebaubar mitGewerbe, Produktion
Energieausweis*Es besteht keine Pflicht zur Erstellung eines Energieausweises.
Preise
Preis auf Anfrage
Das 16.477 qm große Grundstück ist unmittelbar an der Wagner-Régeny-Allee gelegen und hat einen nahezu rechteckigen Zuschnitt. Die Länge der Straßenfront beträgt rund 118 Meter, die Grundstückstiefe beträgt rund 141 Meter. Ein Verkauf von Teilflächen an mehrere Erwerber ist möglich. Die Vermessungskosten für die Bildung der Teilflächen werden in diesem Fall unter den Erwerbern flächenanteilig aufgeteilt.

Das Grundstück besteht aus den Flurstücken 8091, 8095, 8097 und 8098 der Gemarkung Kanne, Flur 2.

Als Eigentümer ist im Grundbuch von Treptow, Blatt 34740N unter BV lfd. Nrn. 3, 4 (Flurstücke 8091, 8095) sowie Blatt 18934N, BV lfd. Nr. 5 (Flurstücke 8097, 8098) die DB Netz AG eingetragen, die durch die Deutsche Bahn AG, DB Immobilien, Kundenteam Vertrieb, Caroline-Michaelis-Straße 5-11, 10115 Berlin vertreten wird. Im Grundbuch eingetragen ist ein Leitungsrecht für eine Gasleitung (für Flurstücke 8097 und 8098) sowie ein Entwicklungsvermerk (Flurstücke 8091 und 8095, Informationen zur Löschung des Entwicklungsvermerks siehe Kapitel zum Planungsrecht). Die Gasleitung, auf die sich das Leitungsrecht bezieht, befindet sich nicht auf dem Kaufgegenstand; eine Löschung der Belastung erfolgt im Zuge der Umsetzung des Kaufvertrags.

Das Grundstück ist nicht bebaut, es bestehen keine Miet- oder Pachtverhältnisse. Gleisschotter, Schienen und Schwellen werden im ersten Halbjahr 2021 durch den Verkäufer entfernt. Ein Betonplattenweg, der vor dem Neubau der jetzt erschließenden Straßen der Erreichbarkeit der Fläche diente, verbleibt beim Verkauf des Grundstücks funktionslos.

Auf dem Grundstück befindet sich eine Grundwassermessstelle, die in den nächsten Jahren weiterhin benötigt wird. Die Beprobung findet derzeit alle vier Jahre statt. Der Käufer hat den ungehinderten Zugang und den Schutz vor Beschädigung sicherzustellen. Eine entsprechende grundbuchliche Sicherung zugunsten des Verkäufers erfolgt im Rahmen des Kaufvertrags.

Auf dem Grundstück befinden sich verschiedene weitere Grundwassermessstellen, die nicht mehr benötigt werden. Diese werden verkäuferseitig auf dem Grundstück belassen. Sollten diese auf Wunsch des Käufers beseitigt werden, so hat dies fachgerecht zu erfolgen. Die dafür erforderlichen Schichtenverzeichnisse und Ausbaudaten werden vom Verkäufer zur Verfügung gestellt.

Die Lage der Grundwasser-Messstellen kann dem Lageplan im ausführlichen Exposé, welches Sie unter www.adlershof-johannisthal.de herunterladen können, entnommen werden.

Weitere Rechte Dritter wie Dienstbarkeiten, Baulasten usw. bestehen nicht. Eine entsprechende Baulasten-Auskunft liegt vor.

 
Energieausweis
Art: Es besteht keine Pflicht zur Erstellung eines Energieausweises.

Planungsrecht:

Der Verkaufsgegenstand befindet sich innerhalb des Geltungsbereiches des Bebauungsplanes 9-60, der festgesetzt und bestandskräftig ist. Das Grundstück ist ausgewiesen mit einer Baumassenzahl von 6,0 und einer Grundflächenzahl von 0,6. Die maximale Gebäudehöhe beträgt 18 Meter über Gehweg. In einem 14 Meter breiten Streifen entlang der südöstlichen Grundstücksgrenze ist die Höhe abweichend davon auf 12 Meter beschränkt; deshalb ist dieser Teil des Grundstücks als Gebiet „GE8“ im Bebauungsplan gesondert ausgewiesen.
Die Bebauungsplanzeichnung inklusive der textlichen Festsetzungen sowie der Begründungstext dazu stehen auf www.adlershof-johannisthal.de als PDF-Datei zum Download bereit.
An der Nordostseite des Grundstücks befindet sich ein 5,8 m breiter Streifen, der als Bahnbetriebsfläche ausgewiesen ist. Diese Ausweisung erfolgte auf Empfehlung der Landesbahnaufsicht, um die oben beschriebene Option eines eigenen Gleisanschlusses für den Güterverkehr zu ermöglichen. Die Errichtung des Gleisanschlusses ist aber nicht zwingend erforderlich.

Lage im Trinkwasserschutzgebiet:

Das Grundstück befindet sich außerhalb der Trinkwasserschutzzonen des Wasserwerks Johannisthal.

Altlasten- und abfallrechtliche Situation:

Die vorliegenden Untersuchungsergebnisse einer 2018 erfolgten Untersuchung zu Bodenverunreinigungen durch eine früher im nordöstlichen Grundstücksbereich vorhandene Gleisbremse bestätigen, dass es sich um einen immobilen Altschaden handelt. Die Untersuchungsergebnisse bestätigen ebenso die angenommene horizontale und vertikale Eingrenzung aus der Defizitanalyse des Büros für Umweltplanung aus 2013. Mit großer Wahrscheinlichkeit beschränkt sich der Schadensbereich dabei auf die nach Bebauungsplan nicht bebaubaren Bereiche des Grundstücks (5,80 m Schotterstreifen/Gleistrasse und 8,20 m nicht überbaubare Gewerbefläche). Im angenommenen Schadenszentrum liegt nach wie vor mit 46.000 mg/kg MKW eine erhebliche MKW-Belastung in der gesättigten Bodenzone von 3m bis 4m unter GOK vor. Die Belastung ist zum 5. Bodenmeter mit 97 mg/kg hin deutlich abgegrenzt.

Im Auftrag des Verkäufers wurde die Fläche des Bebauungsplans in Abstimmung mit der Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz in Rasterfelder eingeteilt, für die jeweils ein Datenblatt mit allen bodenschutz- und altlastenrelevanten Daten sowie einer Handlungsempfehlung erstellt wird. Der Kaufgegenstand befindet sich im Bereich der Rasterfelder 201011, 201012 und 201013, für die die Datenblätter im Laufe des Februars bzw. März 2021 erstellt werden. Dies erfolgt in Zusammenhang mit einer Sohlbeprobung, die im Anschluss an die Beräumung des Gleisschotters erfolgt. Auf der Basis der Ergebnisse der Sohlbeprobung wird verkäuferseitig eine von der Bodenschutzbehörde in Aussicht gestellte Befreiung vom Verdacht auf schädliche Bodenveränderungen hinsichtlich aller Wirkungspfade beantragt.

Mehrkosten, die aus einer eventuell dennoch vorhandenen Belastung des Bodenaushubs resultieren, der im Rahmen von Bauarbeiten anfällt, sind durch den Käufer zu tragen.

Kampfmittelvorkommen:

Im Jahr 2013 erfolgte auf Antrag des Verkäufers eine Luftbildauswertung des Kampfmittelräumdienstes bei der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt. Im Bereich des Kaufgegenstandes wurden mehrere Erdlöcher, zwei Bombentrichter sowie Gräben kartiert. Bei Bauarbeiten sind deshalb geeignete Maßnahmen unter Einbeziehung einer Fachfirma der Kampfmittelräumung einzuleiten.
Das Grundstück befindet sich an der kürzlich fertig gestellten Wagner-Régeny-Allee in Berlin-Johannisthal. Eine Hausnummer wurde noch nicht zugeteilt. Nordöstlich und südöstlich befindet sich eine öffentliche Grünanlage. Das nordwestlich angrenzende Grundstück ist ungenutzt und ebenfalls für eine gewerbliche Nutzung ausgewiesen und soll in den nächsten Jahren ebenfalls verkauft werden.

Die Autobahn-Anschlussstelle Adlershof ist über die Igo-Etrich-Straße und die Hermann-Dorner-Allee nur wenige Minuten entfernt. Im Laufe des Jahres 2021 wird die neue Straßenbahn-Anbindung über den Groß-Berliner Damm fertig gestellt. Die Haltestelle „Landschaftspark Johannisthal“ liegt dann nur ca. 350 Meter entfernt vom Grundstück. Die S-Bahn-Stationen Adlershof und Johannisthal liegen jeweils ungefähr einen Kilometer vom Grundstück entfernt (Eröffnung des Zugangs zur S-Bahn-Haltestelle Johannisthal erfolgt voraussichtlich im Dezember 2021).

Für den Güterverkehr auf der Schiene verfügt das Grundstück über die Option zum Bau eines Gleisanschlusses, der planerisch im Bebauungsplan berücksichtigt ist. Dieser Anschluss ist als Nebenanschluss der weiter nordwestlich gelegenen Dampflokfreunde vorgesehen, der sicherungstechnisch nur geringen Aufwand erfordert. Dieser Gleisanschluss dient auch der Erschließung der übrigen Flächen der Baufelder GE6-1 und GE6-2, so dass im Falle des Interesses von Grundstückskäufern dort eine gemeinsame Nutzung erfolgt.

Direkt südöstlich benachbart befindet sich eine öffentliche Grünanlage, von der aus in den Jahren 2021 und 2022 eine Fuß- und Radwegbrücke über die Bahnstrecke und das Adlergestell in Richtung Zentrum Adlershof (Dörpfeldstraße) und Köllnische Heide errichtet wird.

Das Grundstück wird über die neue Wagner-Régeny-Allee erschlossen, in der auch die üblichen Medien (Trinkwasser, Regenwasser, Elektro, Fernwärme, Gas, Telekommunikation, Schmutzwasser als Druckleitung) anliegen. Erschließungsbeiträge im Sinne des § 127 BauGB fallen für den Käufer nicht an, da die Finanzierung der Erschließung über einen städtebaulichen Vertrag zwischen Verkäufer und dem Land Berlin anderweitig geregelt wurde. Die Hausanschlüsse für die Medien sind auf Kosten des Käufers bei den jeweiligen Unternehmen zu beantragen.
Bitte senden Sie Ihr Kaufangebot mit dem Betreff „Kaufangebot für Baugrundstück GE6-3/8 Adlershof-Johannisthal“ bis zum 21.01.2021, 12:00 Uhr als PDF-Dateianhang per E-Mail an
immobilien.ost@deutschebahn.com, wolfgang.stahnke@deutschebahn.com und
stephan.jaenicke@deutschebahn.com.

Um die eingehenden Angebote vergleichend beurteilen zu können, sind mindestens folgende Informationen anzugeben:

-verbindliches Angebot über die Kaufpreishöhe bzw. bei Erwerbsinteresse von Teilflächen über den angebotenen Quadratmeterpreis,

-bei Erwerbsinteresse von Teilflächen Angaben zur gewünschten Größe (Minimal- und Maximalfläche) sowie zu Restriktionen des Grundstückszuschnittes (z.B. ungefähres Seitenverhältnis der Grundstücksfläche),

-Ansprechpartner mit E-Mail-Adresse und Telefonnummer für eventuelle Rückfragen,

-Beleg über Kaufpreisfinanzierung (z.B. Bürgschaft einer Bank, die der Aufsicht der Europäischen Zentralbank unterliegt; Nachweis von zur Verfügung stehendem Eigenkapital),

-genaue Angaben zum Käufer, also genauer Name des Unternehmens, Sitz des Unternehmens, Branche des Unternehmens, Handelsregisternummer und Eigentümer,

-ggf. Nachweis der Förderfähigkeit im Sinne des GRW-Koordinierungsrahmens.

Die Kaufpreisfälligkeit soll 14 Tage nach Beurkundung des Kaufvertrages eintreten. Der Besitzübergang erfolgt nach vollständiger Kaufpreiszahlung zum nächsten Monatsletzten.

Die Deutsche Bahn AG behält sich die Entscheidung vor, ob, wann, an wen und zu welchen Bedingungen die Liegenschaft verkauft wird. Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass es sich um eine unverbindliche Aufforderung zur Abgabe von Angeboten handelt.

Dieses Verfahren ist kein Vergabeverfahren im Sinne der Verordnung über die Vergabe von Aufträgen im Bereich des Verkehrs, der Trinkwasserversorgung und der Energieversorgung (SektVO) oder anderer vergaberechtlicher Vorschriften (z.B. Vergabe- und Vertragsordnung für Bauleistungen (VOB) oder der Vergabe- und Vertragsordnung für Leistungen – ausgenommen Bauleistungen (VOL)) und auch nicht mit den dort aufgeführten Verfahren vergleichbar.

Mit der Abgabe eines Angebotes entsteht kein Anspruch auf Abschluss eines Kaufvertrages. Auch werden keine Kosten für das Erstellen und Einreichen eines Angebotes erstattet.

Der Kaufpreis versteht sich zuzügl. Nebenkosten (Notar, Vermessung, Gebühren, etc). Der Verkäufer wird zur Umsatzsteuer optieren. Die Veräußerung erfolgt für den Käufer provisionsfrei im Auftrag des Eigentümers. Alle Angaben haben wir sorgfältig zusammengetragen. Da wir uns hierbei auf die Informationen der Verkäufer und Dritter stützen müssen, übernehmen wir für die Richtigkeit und Vollständigkeit keine Gewähr. Diese Informationen sind nur für den Exposéempfänger bestimmt. Dieser haftet bei nicht gestatteter Weitergabe an Dritte.

Im Falle einer Kontaktaufnahme weisen wir Sie darauf hin, dass Ihre Kontaktangaben zum Zwecke der Erfüllung Ihrer Anfrage bei uns gespeichert werden. Mehr Informationen dazu finden Sie in unseren Datenschutzbestimmungen auf unserer Internetseite https://www.deutschebahn.com/de/geschaefte/immobilien/Immobilienangebote.
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