Verkauf des unbebauten Baugrundstückes GE1 Nord für gewerbliche Nutzung (z.B. Bürogebäude) in Berlin ...

Objektdaten
ImmoNr*8003335 GE 1 Nord
PLZ*12487
Ort*Berlin
Grundstücksgröße9.700 m²
Energieausweis
Bebaubar nachB Plan
ErschliessungErschlossen
Bebaubar mitGewerbe
Energieausweis*Es besteht keine Pflicht zur Erstellung eines Energieausweises.
Preise
Preis auf Anfrage
Die Verkaufsfläche umfasst ca. 9.700 qm und liegt unmittelbar an der Wagner-Régeny-Allee. Die Länge der Straßenfront beträgt rund 140 Meter, die Grundstückstiefe beträgt an der Nordwestseite ca. 55 Meter, an der Südostseite ca. 75 Meter. Ein Verkauf von Teilflächen an mehrere Erwerber ist möglich.

Kaufgegenstand ist eine Teilfläche des Flurstücks 2395 der Gemarkung Kanne, Flur 1. Als Eigentümerin ist die DB Netz AG eingetragen, die durch die Deutsche Bahn AG, DB Immobilien, Kundenteam Vertrieb, Caroline-Michaelis-Straße 5-11, 10115 Berlin, vertreten wird. Eine Vermessung des Kaufgegenstands ist erforderlich.

Die Fläche ist nicht bebaut, es bestehen keine Miet- oder Pachtverhältnisse. Gleisschotter, Schienen und Schwellen wurden weitgehend entfernt. Ein Betonplattenweg inklusive eines ehemaligen Bahnübergangs verbleibt beim Verkauf des Grundstücks funktionslos.

Im Grundbuch eingetragen sind verschiedene Wege- und Leitungsrechte, deren Ausübungsbereiche sich jedoch mit Ausnahme eines Leitungsrechts der Berliner Wasserbetriebe nicht auf den Kaufgegenstand erstrecken. Dieses Leitungsrecht beschränkt sich auf den Grenzbereich zum Rad- und Fußweg in Verlängerung der Landfliegerstraße. Da sich nach dem Bebauungsplan dort ein 5 Meter breiter nicht überbaubarer Bereich befindet, ist die Einschränkung der Bebaubarkeit durch diese Leitung marginal.

Auf dem östlichen Nachbargrundstück befindet eine Grundwasserreinigungsanlage, die dort während der laufenden Grundwassersanierung verbleiben muss. Diese Anlage wird durch den Verkäufer auf dessen Kosten voraussichtlich noch wenige Jahre betrieben.

Auf dem Kaufgegenstand selbst sind insgesamt vier Gruppen von Grundwassermessstellen sowie ein Sanierungsbrunnen gelegen. Der Sanierungsbrunnen ist außer Betrieb; die Grundwassermessstellen werden grundbuchlich gesichert und dürfen nur nach fachlicher Abstimmung mit dem Verkäufer verlegt werden. Der Sanierungsbrunnen kann durch den Käufer in fachlicher Abstimmung mit dem Verkäufer zurückgebaut werden.

Weitere Rechte Dritter wie Dienstbarkeiten, Baulasten usw. bestehen nicht. Eine entsprechende Baulasten-Auskunft liegt vor.

Die Finanzierung der Erschließungsstraße erfolgt unter Beteiligung des Bundes und des Landes Berlin aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“. Damit einhergehend ist der Verkäufer verpflichtet, die Grundstücke bevorzugt, aber nicht aus-schließlich förderfähigen Unternehmen zur Verfügung zu stellen. Dies sind Unternehmen, die im Sinne von Teil II, Abschnitt A, Ziffer 2.1 des GRW-Koordinierungsrahmens förderfähig sind. Als „Faustregel“ kann hier genannt werden, dass dies Unternehmen mit einem überwiegend überregionalen Absatz (über 50 km Radius) oder Unternehmen einer von insgesamt 50 in einer „Positivliste“ enthaltenen Branchen sind.

Um der oben genannten Verpflichtung nachzukommen, beabsichtigt der Verkäufer, den Käufer kaufvertraglich zu verpflichten, die Nutzflächen über die Zweckbindungsfrist der Fördermittel von 15 Jahren zu mindestens 75% förderfähigen Nutzern zur Verfügung zu stellen. Die Einhaltung dieser Verpflichtung muss mittels einer aus Verkäufersicht geeigneten Besicherung erreicht werden, die Auswirkungen auf die Finanzierung des Kaufpreises haben kann.

 
Energieausweis
Art: Es besteht keine Pflicht zur Erstellung eines Energieausweises.

Planungsrecht:
Der Kaufgegenstand befindet sich innerhalb des Geltungsbereiches des Bebauungsplanes 9-60, der festgesetzt und bestandskräftig ist. Die Fläche ist ausgewiesen mit einer Geschossflächenzahl von 1,6 und einer Grundflächenzahl von 0,6. Die Ausweisung einer Geschossflächenzahl zielt klassischerweise auf Büroflächen ab, ermöglicht aber auch andere Nutzungen. Die maximale Gebäudehöhe beträgt 18 Meter über Gehweg.

Einzelhandel ist unzulässig, ebenso Tankstellen und Vergnügungsstätten. Ausnahmsweise können Verkaufsflächen für den Verkauf an letzte Verbraucher zugelassen werden, die einem Produktions-, Verarbeitungs- oder Reparaturbetrieb funktional zugeordnet und ihm gegenüber in Grundfläche und Baumasse deutlich untergeordnet sind, um ausschließlich dort hergestellte oder weiter zu verarbeitende oder weiter verarbeitetete Produkte zu veräußern. Lagerhäuser und Lagerplätze sind nur zulässig, wenn sie betriebseigenen Zwecken dienen. Anlagen für kirchliche, kulturelle, soziale und gesundheitliche Zwecke sind nicht nur ausnahmsweise, sondern allgemein zulässig.

Altlasten- und abfallrechtliche Situation:
Der Verkauf erfolgt mit einem Gewährleistungsausschluss im Hinblick auf Altlasten und abfallrechtliche Situation.

Der Kaufgegenstand wurde in zwei Rasterfelder eingeteilt. Das Rasterfeld 201046 wird nicht als Altlastenverdachtsfläche im Berliner Bodenbelastungskataster geführt. Im Rasterfeld 201037 wird ein schmaler Streifen entlang der neuen Straße als Altlastenverdachtsfläche im Berliner Bodenbelastungskataster geführt. Durch die zuständige Bodenschutzbehörde wurde 2019 die Befreiung vom Verdacht auf schädliche Bodenveränderungen hinsichtlich aller Wirkungspfade für das Rasterfeld 201037 bestätigt.

Im Bereich des Kaufgegenstandes bestehen aufgrund einer unterströmenden Schadensfahne im Grundwasser, die derzeit gesichert und saniert wird, Schutz- und Beschränkungsmaßnahmen, die eine Grundwassernutzung zur Eigenwasserversorgung nicht zulassen. Baubedingte, aktive Grundwasserhaltungen sowie Versickerungen von Niederschlagswasser sind nur in Ausnahmefällen und nach vorheriger Abstimmung mit der Bodenschutz- und Wasserbehörde genehmigungsfähig.

Weitere Informationen können Sie dem vollständigen Exposé entnehmen, abrufbar unter www.adlershof-johannisthal.de

Lage im Trinkwasserschutzgebiet:
Das Grundstück befindet sich innerhalb der Trinkwasserschutzzone IIIA des Wasserwerks Jo-hannisthal. Gemäß Bekanntmachung vom 15.05.2019 wird beabsichtigt, das bisherige Wasserschutzgebiet Johannisthal in eine Vorbehaltsfläche umzuwandeln.

Kampfmittelvorkommen:
Im Jahr 2013 erfolgte auf Antrag des Verkäufers eine Luftbildauswertung des Kampfmittelräum-dienstes bei der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt. Die Ermittlungen deuten auf ein eventuelles Vorkommen von Kampfmitteln hin. Im Bereich des Kaufgegenstandes wurden mehrere Erdlöcher, darüber hinaus aber keine Verdachtspunkte kartiert. Bei Bauarbeiten sind deshalb geeignete Maßnahmen unter Einbeziehung einer Fachfirma der Kampfmittelräumung einzuleiten.
Die Verkaufsfläche befindet sich an der Wagner-Régeny-Allee in Berlin-Johannisthal. Eine Hausnummer wurde noch nicht zugeteilt. Nordöstlich – auf der gegenüberliegenden Straßenseite – befindet sich ein denkmalgeschütztes Lokschuppenareal, das durch den Verein Dampflokfreunde Berlin e.V. genutzt wird. An der nordwestlichen Grundstücksgrenze befindet sich die als Fuß- und Radweg ausgebaute Verlängerung der Landfliegerstraße. Das südöstlich angrenzende Grundstück ist Bestandteil des Gewerbegebietes Adlershof-Johannisthal und weitgehend unbebaut. Es soll zum späteren Zeitpunkt verkauft werden. Westlich der Verkaufsfläche befinden sich bereits gewerblich genutzte Grundstücke.

Die Autobahn-Anschlussstelle Adlershof ist nur wenige Minuten entfernt. Der S-Bahn-Haltepunkt Johannisthal befindet sich 300 Meter entfernt. Im Umfeld des S-Bahnhofs sind Ladenlokale für kleinteiligen Einzelhandel und Gastronomie geplant, so dass Beschäftigten z.B. in der Mittagspause ein attraktives Umfeld geboten wird. Als zusätzliche Verkehrsanbindung befindet sich im Groß-Berliner Damm die neue Straßenbahn mit Verbindungen nach Adlershof – Köpenick und Schöneweide – Karlshorst. Die Haltestelle Landfliegerstraße ist knapp 300 Meter entfernt.

Erschließungssituation:
Das Grundstück wird über die Wagner-Régeny-Allee erschlossen, in der auch die üblichen Medien (Trinkwasser, Schmutzwasser, Regenwasser, Elektro, Gas, Telekommunikation, aber keine Fernwärme) anliegen. Erschließungsbeiträge im Sinne des § 127 BauGB fallen für den Käufer nicht an, da die Finanzierung der Erschließung über einen städtebaulichen Vertrag zwischen Verkäufer und dem Land Berlin anderweitig geregelt wurde.

Eine weitere Zufahrt befindet sich zum Grundstück vom Ende der Landfliegerstraße aus. Da sich an der Landfliegerstraße ein Wohngebiet anschließt, sollten aber Ver- und Entsorgungsverkehre vorzugsweise über eine Zufahrt von der Wagner-Régeny-Allee aus vorgesehen werden.
Unter www.adlershof-johannisthal.de steht Ihnen das vollständige Exposé zum Download zur Verfügung. Aus technischen Gründen ist dieses verkürzt dargestellt.

Der Verkauf erfolgt im einem Bieterverfahren vornehmlich gegen Höchstgebot. Ein Kaufpreis wird nicht vorgegeben.

Bitte senden Sie Ihr Kaufangebot mit dem Betreff „Kaufangebot für Baugrundstück GE 1 Nord Adlershof-Johannisthal“ bis zum 31.01.2023 als PDF-Dateianhang per E-Mail an
immobilien.ost@deutschebahn.com, wolfgang.stahnke@deutschebahn.com und
julia.baensch@deutschebahn.com.

Um die eingehenden Angebote vergleichend beurteilen zu können, sind mindestens folgende Informationen anzugeben:
- verbindliches Angebot über die Kaufpreishöhe bzw. bei Erwerbsinteresse von Teilflächen über den angebotenen Quadratmeterpreis,
- bei Erwerbsinteresse von Teilflächen Angaben zur gewünschten Größe (Minimal- und Maximalfläche) sowie zu Restriktionen des Grundstückszuschnittes (z.B. ungefähres Seitenverhältnis der Grundstücksfläche),
- Beleg über Kaufpreisfinanzierung (z.B. Bürgschaft einer Bank, die der Aufsicht der Europäischen Zentralbank unterliegt; Nachweis von zur Verfügung stehendem Eigenkapital),
- genaue Angaben zum Käufer, also genauer Name des Unternehmens, Sitz des Unterneh-mens, Branche des Unternehmens, Handelsregisternummer und Eigentümer,
- Ansprechpartner mit E-Mail-Adresse und Telefonnummer für eventuelle Rückfragen,
- ggf. Nachweis der Förderfähigkeit im Sinne des GRW-Koordinierungsrahmens.

Die Kaufpreisfälligkeit soll 14 Tage nach Beurkundung des Kaufvertrages eintreten. Der Besitzübergang erfolgt nach vollständiger Kaufpreiszahlung zum nächsten Monatsletzten.

Die Deutsche Bahn AG behält sich die Entscheidung vor, ob, wann, an wen und zu welchen Bedingungen die Liegenschaft verkauft wird. Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass es sich um eine unverbindliche Aufforderung zur Abgabe von Kaufangeboten handelt. Dieses Verfahren ist kein Vergabeverfahren im Sinne der Verordnung über die Vergabe von Aufträgen im Bereich des Verkehrs, der Trinkwasserversorgung und der Energieversorgung (SektVO) oder anderer vergaberechtlicher Vorschriften (z.B. Vergabe- und Vertragsordnung für Bauleistungen (VOB) oder der Vergabe- und Vertragsordnung für Leistungen – ausgenommen Bauleistungen (VOL)) und auch nicht mit den dort aufgeführten Verfahren vergleichbar. Mit der Abgabe eines Angebotes entsteht kein Anspruch auf Abschluss eines Kaufvertrages. Auch werden keine Kosten für das Erstellen und Einreichen eines Angebotes erstattet.

Hinweise:
Der Kaufpreis versteht sich zuzügl. Nebenkosten (Notar, Vermessung, Gebühren, etc). Der Verkäufer wird zur Umsatzsteuer optieren. Die Veräußerung erfolgt für den Käufer provisionsfrei im Auftrag des Eigentümers. Alle Angaben haben wir sorgfältig zusammengetragen. Da wir uns hierbei auf die Informationen der Verkäufer und Dritter stützen müssen, übernehmen wir für die Richtigkeit und Vollständigkeit keine Gewähr. Diese Informationen sind nur für den Exposéempfänger bestimmt. Dieser haftet bei nicht gestatteter Weitergabe an Dritte.

Im Falle einer Kontaktaufnahme weisen wir Sie darauf hin, dass Ihre Kontaktangaben zum Zwecke der Erfüllung Ihrer Anfrage bei uns gespeichert werden. Mehr Informationen dazu finden Sie in unseren Datenschutzbestimmungen auf unserer Internetseite https://www.deutschebahn.com/de/geschaefte/immobilien/Immobilienangebote.
Sie können Ihre Einwilligung jederzeit ohne Angabe von Gründen widerrufen.